Biologie der Sinne: Vom Molekül zur Wahrnehmung by Stephan Frings

By Stephan Frings

Unsere Sinne - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten - bestimmen wesentlich unser Leben. Alles was once wir wissen, wurde uns von unseren Sinnen vermittelt. Aber wie funktionieren unsere Sinne und wie kommt das Wissen über die Welt in unseren Kopf? Nach welchen Kriterien entscheidet unser Gehirn, used to be zu tun ist?

In diesem Sachbuch wird allgemeinverständlich dargelegt, wie hoch entwickelt die Sinnesorgane bei Tieren und Menschen sind. Oft erreichen Sinnesleistungen die Grenze des physikalisch Möglichen. Das Buch erklärt, wie Sinnesreize erfasst werden, wie sie in die Sprache des Nervensystems übersetzt werden und wie unser Gehirn Sinnesinformation verarbeitet. Das Gehirn setzt dabei auf wohl bewährte Strategien, die ein Ziel verfolgen: die Überlebenschance des Organismus zu erhöhen. Deshalb wird in diesem Buch gezeigt, wie sehr die Sinnesleistungen durch die Evolution geformt und bestimmt wurden. Das Buch zeigt auch, dass viele Tiere ihre Umwelt vollkommen anders wahrnehmen als wir.

Show description

Read Online or Download Biologie der Sinne: Vom Molekül zur Wahrnehmung PDF

Similar anatomy books

Case Files: Gross Anatomy

Actual lifestyles medical instances for the fundamental sciences and USMLE Step 1 ''This convenient little textual content has every little thing you must evaluate gross anatomy. .. [It's] excellent for first-years simply beginning anatomy, second-years getting ready for the forums, and 3rd- and fourth-years going over their anatomy for his or her surgical procedure rotations.

Finger Prints: The Classic 1892 Treatise

Landmark discusses the facts validating fingerprints as a method of non-public identity, permanence of the fingerprint features, strong point of an assemblage of ridge info, and the variety and classifiable nature of finger styles — besides such primary investigations as organic and racial adaptations and the inheritance of fingerprint features.

The Anatomy of “Paleocortex”: A Critical Review

The major goal of this paper is to examine the zone of mind which many authors name 'paleocortex' and to invite how a lot of the world it embraces may be defined accurately as cortex. sooner than this is often thought of it will be significant to have a few concept of what constitutes a cortex. as a result, within the first a part of the paper the standards utilized in developing classifications of cortex are seemed into.

A history of human anatomy

Many advances in medication and surgical procedure could be without delay associated with advancements in realizing the constitution and serve as of the human physique. through the 16th century, the learn of human anatomy turned an goal self-discipline, in line with direct remark and medical rules. no longer unusually, the research of human anatomy has advanced to its common recognition and popularity as a systematic self-discipline, crucial for the perform of recent medication.

Extra resources for Biologie der Sinne: Vom Molekül zur Wahrnehmung

Example text

Möglicherweise werden wir dadurch von unsinnigen und unwichtigen Reizen »verschont«. Anderseits, wer weiß schon, was uns alles entgeht? Wir können es bestenfalls ahnen, wenn wir über die Sinnesleistungen der Tiere staunen: Spürhunde, die vermisste Menschen unter meterdicken Schneelawinen aufspüren, Zugvögel, die Tausende von Kilometern zurücklegen und genau den Baum wiederfinden, in dem sie im Sommer zuvor gebrütet haben. Unfassbare Leistungen hochentwickelter Sinnessysteme!  Abb. 15 Unser Geschmackssinn kann nur wenige Geschmacksqualitäten unterscheiden: sauer, bitter, süß, umami (der Geschmack von Aminosäuren oder Proteinen) und salzig.

Sie erschwert das Aufspüren der Beute. Jedes der gezeigten Tiere ist für seinen Lebensraum optimal getarnt. Links: Seepferdchen; Mitte: wandelndes Blatt; rechts: Stabheuschrecke. (© Erik Leist, Universität Heidelberg) beispielsweise gar nichts nutzen, wenn sie besonders hohe Töne wahrnehmen könnte, denn Löwen geben keine hohen Töne von sich. Diese Eigenschaft würde sich also in dieser Umweltsituation nicht durchsetzen. Erst wenn plötzlich Raubtiere ins Tal einwanderten, die sich für die Jagd mit hohen Piepstönen verständigten, brächte diese Eigenschaft vielleicht einen Selektionsvorteil.

Allerdings sind die Bauelemente keine Transistoren und Widerstände. Es sind lebende Zellen, die diese Aufgaben leisten: Die Buttersäuredetektoren aus unserem Schaltkreisbeispiel sitzen auf den Beinen der Zecke. Es sind Sinneszellen, und sie sind darauf spezialisiert, Buttersäure zu detektieren. Sie reagieren nicht auf Licht, nicht auf Berührung und nicht auf Töne. Diese Sinneszellen besitzen zelluläre Bausteine, die empfindlich für Buttersäure sind. Diese Bausteine nennen wir Neurobiologen auch Rezeptormoleküle.

Download PDF sample

Rated 4.11 of 5 – based on 6 votes